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Geregelter Sportbetrieb geht nur mit geimpften Sportlern - Kreissportbund ruft seine Mitglieder zur Impfung auf

27. 11. 2021

Finsterwalde. Der Vorstand des Kreissportbundes Elbe-Elster blickt mit immer größerer Sorge auf die Folgen der Corona Pandemie für den organisierten Sport. Es ist daher für uns unverständlich, dass noch nicht alle aktiv Sporttreibenden geimpft sind. Seit dem Sommer steht genug Impfstoff für alle Impfberechtigten zur Verfügung. Daher sollte es eine Selbstverständlichkeit sein die Impfmöglichkeit zu Nutzen. Bereits am 22. Oktober erklärte der DOSB, dass ein vollständiges Wiederaufleben der Vereinslandschaft nur gesichert werden kann, wenn sich so viele Menschen wie möglich gegen das Coronavirus impfen lassen und wir die Pandemie auf diese Weise gemeinsam hinter uns lassen. Die Vorstandsvorsitzende des DOSB, Veronika Rücker, sagte dazu: „Die Covid-19-Impfung ist der Schlüssel zum Comeback der Gemeinschaft. Nur so können wir sicherstellen, dass ein soziales Miteinander, auch in den Sportvereinen, wieder sorglos möglich ist. Nach über einem Jahr weitgehender Bewegungslosigkeit ist es gerade für die jungen Menschen enorm wichtig, dass sie jetzt wieder sicher im Verein Sport treiben und sich treffen können. Deshalb unterstützt der DOSB aus voller Überzeugung die Impfkampagne der Bundesregierung und ruft ganz Sportdeutschland dazu auf, sich zu beteiligen. Mithilfe der Vorbildfunktion unserer Athlet*innen, Trainer*innen und Vereine möchten wir alle Menschen zur Impfung ermutigen.“ Dies ist auch Auffassung des Kreissportbundes Elbe-Elster.

 

Mit Unverständnis haben wir daher die Stellungnahme in der Presse zur Kenntnis genommen, dass ein Verein aufgrund des politischen und gesellschaftlichen Drucks hinsichtlich der jetzt bekannten 2G-Regel sich entschlossen hat, derzeit nicht am Spielbetrieb teilzunehmen, da der Ausschluss von nicht geimpften Spielern so nicht hingenommen werden könne. Das Gegenteil ist jedoch richtig. Die überwiegende Mehrheit der Gesellschaft und auch der Sportlerinnen und Sportler dürfen es nicht hinnehmen, sich von einer kleinen Gruppe Nichtgeimpfter gefährden zu lassen und dadurch auch den Fortbestand ihrer Vereine zu gefährden.

 

Besser als der Redakteur der LR, Jürgen Kowallik es ausgedrückt hat, geht es nicht. „Haben die Spieler und Funktionäre des HC den Knall nicht gehört? Haben sie nicht die Zahlen gehört, wie viele Menschen sich jetzt jeden Tag infizieren? Haben sie nicht die Bilder aus den deutschen Krankenhäusern gesehen? Zur Erinnerung, liebe HC-Spieler: Die große Mehrzahl der Patienten auf den Intensivstationen sind Ungeimpfte.“

 

In Elbe-Elster sind bereits 262 Menschen an den Folgen einer Covid-19-Erkrankung verstorben, darunter auch Sportler. Mit einem Inzidenzwert von 1573,9 liegt Elbe-Elster auf Platz 4 im bundesweiten Inzidenzranking. Und auch der Aussage  des Berliner regierenden Bürgermeisters Michael Müller, die im Kommentar in der LR zitiert wird, stimmen wir uneingeschränkt zu: „Wer jetzt nicht geimpft ist, verhalte sich egoistisch.“ Nicht Egoismus, Solidarität ist jetzt das, was wir benötigen, damit der organisierte Sport in Deutschland, um den wir in der ganzen Welt beneidet werden, nicht von einigen wenigen zerstört wird, und wir um immer mehr Tote trauern müssen. Und „Hut ab“ für Sponsoren, die dies nicht unterstützen und ihr Sponsoring daher einstellen. Wir fordern alle Vereinsvorstände auf, auf ihre Mitglieder einzuwirken, sich Impfen zu lassen, damit der Sport seiner Vorbildfunktion für die Gesellschaft gerecht wird.